Landeslehrplan Steinmetz/in + Steinbildhauer/in

Landeslehrplan NRW für den Ausbildungsberuf

  • Steinmetzin/Steinmetz
  • Steinbildhauer/Steinbildhauerin

Reihenfolge an der Albrecht-Dürer-Schule Düsseldorf

Stundentafel

 

Unterrichtsstunden

 

1. Jahr

2. Jahr

3. Jahr

Summe

I.        Berufsbezogener Lernbereich

Wirtschafts- und Betriebslehre

40

40

40

120

Gestaltung         (LF 3, 6,  8, 10)

80

120

60

260

Fertigung           (LF 1, 2, 5 , 11)

140

80

80

300

Versetztechnik   (LF 4, 7, 9, 12)

60

80

140

280

Summe:

320

320

320

960

 

II.       Differenzierungsbereich

 

Die Stundentafeln der APO-BK, Anlage A 1, A 2, A 3.1 und A 3.2 gelten entsprechend.

 

III.      Berufsübergreifender Lernbereich

Deutsch/Kommunikation

 

Die Stundentafeln der APO-BK, Anlage A 1, A 2, A 3.1 und A 3.2 gelten entsprechend.

Religionslehre

Sport/Gesundheitsförderung

Politik/Gesellschaftslehre

 

Teil V: Lernfelder

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf
Steinmetz und Steinbildhauer/Steinmetzin und Steinbildhauerin

Lernfelder

Zeitrichtwerte

Nr.

 

1. Jahr

2. Jahr

3. Jahr

1

Herstellen eines Postaments für ein Denkmal

80

 

 

2

Herstellen und Versetzen einer Einfriedungsmauer

60

 

 

3

Gestalten und Ausführen eines profilierten Bauteils

80

 

 

4

Herstellen und Versetzen einer geraden einläufigen Massivtreppe

60

 

 

5

Herstellen und Versetzen einer Umrahmung für eine Maueröffnung

 

80

 

6

Gestalten und Ausführen eines Gedenksteins

 

80

 

7

Herstellen und Verlegen eines Bodenbelages

 

80

 

8

Gestalten und Ausführen einer halbplastischen Arbeit

 

40

 

9

Herstellen und Versetzen einer Wandbekleidung

 

 

80

10

Gestalten und Ausführen einer vollplastischen Arbeit

 

 

60

11

Restaurieren eines Denkmals

 

 

80

12

Herstellen und Versetzen einer gewendelten Treppe

 

 

60

 

Summe (insgesamt 840 Std.)

280

280

280

 

Hinweise zu den Lernbereichen

3.1 Hinweise zum berufsbezogenen Lernbereich

3.1.1 Zuordnung der Lernfelder

 

Zuordnung der Lernfelder zu den Fächern

 

1. Jahr

2. Jahr

3. Jahr

I. Berufsbezogener Lernbereich

Gestaltung

LF 3

LF 6, LF 8

LF 10

Fertigung

LF 1, LF 2

LF 5

LF 11

Versetztechnik

LF 4

LF 7

LF 9, LF 12

 

3.1.2 Erläuterung und Beschreibung der Fächer

Wirtschafts- und Betriebslehre

Die für das Fach verbindlichen Vorgaben ergeben sich aus dem vorläufigen Lehrplan Wirtschafts- und Betriebslehre vom 4.5.1992 (Heft 4296 der Schriftenreihe: Die Schule in Nordrhein-Westfalen), der am 1.8.1992 in Kraft getreten ist.

Das Fach Wirtschafts- und Betriebslehre ist in der Stundentafel mit je 40 Unterrichtsstunden ausgewiesen.

Die im Lehrplan für Wirtschafts- und Betriebslehre enthaltenen Themenbereiche sind mit den Inhalten des berufsbezogenen Lernbereichs zu verknüpfen. Die Abstimmung - auch mit den Fächern des berufsübergreifenden Lernbereichs - erfolgt in den Bildungsgangkonferenzen. Die im Fach Wirtschafts- und Betriebslehre erbrachten Leistungen sind entsprechend der Stundentafel auf dem Zeugnis auszuweisen.

 

 

Gestaltung

Das Fach Gestaltung umfasst die Planung, den Entwurf und die Ausgestaltung von Arbeitsabläufen bei der Herstellung von Massivstücken und plastischen Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren stilgeschichtliche Aspekte, Versetzrichtlinien und führen Berechnungen dem Verwendungszweck entsprechend durch. Sie wählen zur jeweiligen Aufgabenstellung die entsprechenden Materialien und Werkzeuge angemessen und sachgerecht aus.

Durch komplexer werdende Aufgabenstellungen, die insbesondere Ornamentik und Symbolik  beinhalten, werden die vorhandenen Kenntnisse im zweiten und dritten Ausbildungsjahr erweitert und vertieft.

Dabei wird der Präsentation von Entwürfen und dem Vertreten und Überdenken der Lösungsansätze eine besondere Bedeutung beigemessen. Insgesamt sollen alle gestalterischen Aspekte, die sich bei der Entwurfsplanung ergeben, berücksichtigt werden und insbesondere Kompetenzen im Freihandzeichnen, bei Relief- und Abformtechniken sowie beim Anfertigen von maßstäblichen Zeichnungen, Modellen und Profilschablonen entwickelt und stetig erweitert werden.

Lernfelder:    
3 (Gestalten und Ausführen eines profilierten Bauteils)
6 (Gestalten und Ausführen eines Gedenksteins)
8 (Gestalten und Ausführen einer halbplastischen Arbeit)
10 (Gestalten und Ausführen einer vollplastischen Arbeit)

 

 

Fertigung

Im Fach Fertigung erwerben die Schülerinnen und Schüler die erforderlichen Kenntnisse, um Arbeitsabläufe zur Herstellung, zur Restaurierung und zum Versetzen von Werkstücken vorzubereiten. Sie erlangen die erforderlichen Fachkompetenzen zur Auswahl der dafür erforderlichen Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von Vorgaben und technischen Regeln. Dabei beziehen sie Umwelt- und Gesundheitsschutz mit ein und stellen Überlegungen zur Arbeitssicherheit an.

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Vorgehensweisen bei der Herstellung und Restaurierung von Werkstücken unter Berücksichtigung manueller und maschineller Techniken. Werk- und Freihandzeichnungen, Stücklisten, Schrift- und Symbolentwürfe dienen der Planung und Dokumentation. Fehler und Schäden werden erkannt und dokumentiert. Dabei werden gemeinsam entsprechende Lösungsansätze erarbeitet, überdacht und gegebenenfalls weiterentwickelt.

Notwendige Berechnungen und Kalkulationen sowie stilgeschichtliche Einordnungen sind Teil jedes Lernfeldes. Über die Schuljahre werden die Aufgabenstellungen komplexer und erweitert. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt eine Schwerpunktsetzung im Bereich Restaurierung.

Lernfelder:   
1 (Herstellen eines Postaments für ein Denkmal)
2 (Herstellen und Versetzen einer Einfriedungsmauer)
5 (Herstellen und Versetzen einer Umrahmung für eine Maueröffnung)
11 (Restaurieren eines Denkmals)

 

 

Versetztechnik

Im Fach Versetztechnik erwerben Schülerinnen und Schüler die erforderlichen Fachkompetenzen zum standsicheren Einbau von im Betrieb gefertigten Bauteilen nach den Vorgaben einer Werkzeichnung unter Berücksichtigung allgemein technischer, landespezifischer und kommunaler Vorschriften. Dabei lernen sie  sukzessivedie verschiedenen Gesteinsarten – magmatische Gesteine, Sedimentgesteine, metamorphe Gesteine – nach ihrer Entstehung und Eignung  hinsichtlich ihrer sachgerechten Verwendung zu unterscheiden.

Im Rahmen der mit fortschreitender Ausbildung an Komplexität zunehmenden Bauaufgaben werden Fachkompetenzen hinsichtlich Lastermittlung und baukonstruktiver Lösungen erarbeitet, um geeignete Baustoffe ihren Eigenschaften entsprechend und für Mensch und Umwelt verträglich nach Art, Materialmenge, Abmessung, Kosten sowie statischer und bauphysikalischer Erfordernisse auswählen und nach ökonomischen Gesichtspunkten beurteilen zu können.

Die Ergebnisse dieser Planungsarbeit werden in Ausführungs- und Detailzeichnungen dokumentiert. Bei allen Lösungsansätzen sind stilgeschichtliche Aspekte angemessen zu berücksichtigen.

Bei der Entwicklung von Lösungsansätzen zu konkreten Bauaufgaben werden die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Ausbildung zunehmend zur Teamarbeit befähigt und lernen ihre Planungsergebnisse vor der Lerngruppe zu präsentieren und zu vertreten.

Lernfelder:    
4 (Herstellen und Versetzen einer geraden einläufigen Massivtreppe)
7 (Herstellen und Verlegen eines Bodenbelags)
9 (Herstellen und Versetzen einer Wandbekleidung)
12 (Herstellen und Versetzen einer gewendelten Treppe)