FHR-Doppelqualifikation

Einen Beruf erlernen und gleichzeitig die Fachhochschulreife (Fachabitur) erwerben – ab August 2016 bei uns an der Albrecht-Dürer-Schule

Mit dieser Doppelqualifikation bieten sich Ihnen nach Abschluss der Ausbildung hervorragende Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung, z. B. ein anschließendes Studium an einer Fachhochschule in der gewählten Fachrichtung.

 

Welche Voraussetzungen müssen Sie mitbringen:  

  • der mittlere Schulabschluss: Fachoberschulreife (FOR) bzw. Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe (Qualifizierungsvermerk)
  • ein bestehendes Ausbildungsverhältnis in einem der aufgeführten Berufe 
  • die Zustimmung Ihres Betriebes.

 

Welche Leistungen müssen Sie erbringen? 

  • den Berufsabschluss (Gesellenprüfung oder Facharbeiterprüfung) nach einer mindestens dreijährigen Berufsausbildung
  • den Berufsschulabschluss
  • das Bestehen der Fachhochschulreifeprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathemaik

Mit der erworbenen Fachhochschulreifeprüfung haben Sie die Möglichkeit, an einer Fachhochschule zu studieren.

 

Wie organisieren wir Ihren Unterricht?

Die Unterrichtsinhalte werden durch die Lernfelder im Berufsschulunterricht bestimmt. In Lerngruppen mit anderen Auszubildenden aus Ihrem Fachbereich erarbeiten Sie gemeinsam die für die Fachhochschulreife erforderlichen Inhalte in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaft (entweder Physik, Chemie oder Biologie). 
Der Unterricht für die Doppelqualifikation erfolgt zusätzlich zum Unterricht der Fachklassen in den fachbereichsspezifischen Lerngruppen mit vier 
Stunden pro Woche.

Ein erfahrenes, kompetentes und engagiertes Lehrerteam wird Sie während Ihrer dreijährigen Ausbildung unterrichten und begleiten. Ihre Lehrerinnen und Lehrer verfügen über Erfahrungen in den jeweiligen Berufen und können sich gut in Ihre Situation einfinden.

 

Die Doppelqualifikation können Sie bei uns in diesen Ausbildungsberufen erwerben:

Ernährungs- und VersorgungsmanagementGestaltungNaturwissenschaft und Technik
Fachmann/frau für Systemgastronomie Fotograf/Fotografin Augenoptiker/in
Hotelfachmann/frau Gestalter/in für visuelles Marketing Bauzeichner/in
Koch/Köchin Mediengestalter/in Digital und Print Beton- und Stahlbetonbauer/in
Restaurantfachmann/frau Medientechnologe/in Druck Fahrzeuglackierer/in
  Medientechnologe/in Siebdruck Glaser/in
  Raumausstatter/in Holzmechaniker/in
  Steinmetz/in und Bildhauer/in Maler/in und Lackierer/in
    Polsterer/in
    Schornsteinfeger/in
    Stuckateur/in
    Tischler/in
    Vermessungstechniker/in
    Zahntechniker/in
     
     
     
     

 

Haben Sie noch Informationsbedarf? Wir beantworten Ihre Fragen gerne.

Unser Ansprechpartner für die Doppelqualifikation
Herr OStR Peter Pappert
peter.pappert[at]schule.duesseldorf.de
Telefon: 0211 89 973 00

 

Unsere Ansprechpartner für die Berufs- und Studienorientierung
Herr OStR Meik Steinbrecher
meik.steinbrecher[at]schule.duesseldorf.de
Telefon: 0211 89 973 17

Herr OStR Markus Kersting
markus.kersting[at]schule.duesseldorf.de
Telefon: 0211 56 53 21 0

 

Sekretariat
Frau Martina Meurer
martina.meurer[at]schule.duesseldorf.de
Telefon: 0211 89 973 01

 

Anmeldeformular Fachhochschulreife

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.schulministerium.nrw.de

 

 

 

Biologie im Rahmen der FHR

Das Fach Biologie zur Erlangung der Fachhochschulreife (FHR) im Rahmen der dualen Ausbildung

Der Bildungsplan basiert auf den folgenden grundlegenden Prinzipen:

- Verständnis der Biologie als Naturwissenschaft

- Umgang mit biologischen Kenntnissen, Hypothesen und Theorien

- exemplarisches Kennenlernen und Erfassen von Objektbereichen der Biologie

- exemplarisches Durchführen einer biologischen Analysetechnik

- exemplarisches Durchführen der Simulation eines biologischen Vorgangs am Computer

- die Voraussetzungen schaffen, um ein Studium z. B. der Lebensmitteltechnologie oder der Ernährungswissenschaften aufzunehmen.

Daraus ergeben sich folgende Themenbereiche und Lernziele, die sich in der Regel immer wieder auf den Bereich des Ernährungs- und Versorgungsmanagements beziehen: 

Stoffwechselphysiologische Grundlagen der Ernährung und Verdauung:

- Ernährungsverhalten

- Nähr- und Ergänzungsstoffe, Ernährungspyramide

- Grundlagen der Photosynthese

- Stoffwechselprozesse als Regelsystem

- Ursache von Zivilisationskrankheiten

- individuelle und volkswirtschaftliche Konsequenzen ernährungsbedingter Erkrankungen

- Aufbau des Verdauungsapparats

- Stoffwechselprozesse und Resorptionsvorgänge der Nährstoffe im Verdauungsapparat

- Enzymaufbau und Enzymaktivität

- Beeinflussung der Enzymaktivität, deren Regulation und Hemmung

- Einsatz von Enzymen in der Lebensmittelherstellung oder Reinigung

Immunbiologische Grundlagen der Gesundheit:

- Zellbiologie z. B. pflanzliche Zelle/tierische Zelle

- Aufbau von Mikroorganismen, z. B. Bakterien, Pilze, Viren, tierische Parasiten und deren Wachstumsfaktoren 

- Infektionskrankheiten, z. B. Salmonellose, Toxoplasmose, Botulismus, EHEC

- Aktive und passive Immunisierung, als biologische Grundlage zur Diskussion individueller, betriebs- und volkswirtschaftlicher Konsequenzen 

- Physiologie der Zellen des Immunsystems

- Unspezifische und spezifische Immunabwehr in Hinblick auf Allergien (Überreaktion des Immunsystems), Intoleranzen, Zöliakie 

- Lokale und globale Strategien zur Vorbeugung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten, z. B. Hygienemaßnahmen, Lebensmittelüberwachung

- Meldepflicht von Infektionskrankheiten bei Gesundheitsämtern

Grundlagen der Gentechnik:

- Biologische Versuche zum Aufbau und zur Bedeutung des Zellkerns 

- Zytologische und molekulargenetische Bezüge zur DNA als Träger der genetischen Information, z. B. Transformationsversuch von Avery/Griffith, Modell von Watson/Crick 

- Vererbungslehre nach Mendel, Kreuzungsversuche

- Grundlegende genetische Prozesse, z. B. Proteinbiosynthese

- Nutzen von Bakterien für die Gentechnologie, z. B. Plasmide als Vektoren, am Beispiel der gentechnischen Herstellung von Proteinen, wie Enzymen und Hormonen, z. B. Insulin

- Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnologie, z. B. Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren, in der Medizin, PID, Human - Genom-Project

- Genetische Forschungsergebnisse und Verfahren, z. B. Genpatente (Monsanto/Bayer) sowie deren Anwendung

- in der Lebensmittelproduktion und -lagerung als Grundlage zur Diskussion unter Kriterien der Nachhaltigkeit

- Genetische Diversität (Artenschutz - Gendatenbanken)

Ökologische Grundlagen lokaler und globaler Koexistenz:

- Lokale Ökosysteme, z. B. biotische und abiotische Faktoren

- Ökologische Potenz, Angepasstheit, Nahrungskette, Energiefluss

- Exemplarische Analyse eines Ökosystems, z. B. Wald, See, Fluss, o. ä.

- Bewertung eines lokalen Ökosystems unter Berücksichtigung menschlicher Einflüsse 

- Chancen und Risiken der Globalisierung unter Berücksichtigung von Ökonomie, Ökologie und Sozialität