Unterrichtsprojekte Augenoptik

Projekte

Im Folgenden werden verschiedene Projekte der Augenoptiker-Klassen vorgestellt.

Projekt „Optische Brillenanpassung“

Projekt „Optische Brillenanpassung“

Jede Brille wird vom Augenoptiker/-in speziell für ihren Träger gefertigt.

Im Beratungsgespräch werden deshalb mit dem Kunden eine Fassung und geeignete Gläser für seine Verordnung ausgewählt. Um die Brille individuell fertigen zu können, muss anschließend eine anatomische und optische Brillenanpassung erfolgen.

Dabei gilt es (für den Kunden unbemerkt) verschiedene fachliche Fragen zu entscheiden:

  • Wie kann der ästhetisch schöne und gleichzeitig feste Sitz der Brille erreicht werden?
  • Welche Zentrierforderungen gibt es und welche dieser Forderungen muss bei der jeweiligen Verordnung besonders beachtet werden?
  • Wie ermittelt man die individuellen Zentrierdaten für eine Fernbrille, Nahbrille, Mehrstärkenbrille oder eine Brille für Kunden mit Augenstellungsfehlern?
  • Was muss bei Sondergläsern, Sportbrillen oder Arbeitsplatzbrillen zusätzlich beachtet werden?
  • Welche Daten muss ich für die jeweilige Verordnung ermitteln?
  • Welche Messtools sind für die notwendigen Messung geeignet?
  • Welche Messfehler können auftreten und wie kann ich sie vermeiden?


Die komplexe Tätigkeit der Brillenanpassung soll in diesem Tagesprojekt im Zusammenhang praktisch erprobt werden. Theoretisches Wissen aus verschiedenen Lernfeldern findet Anwendung und muss noch durch Detailkenntnisse am Tag mit Hilfe von Literatur ergänzt werden. Der Schwerpunkt des Projektes liegt aber im praktischen Handeln.
Die Schüler und Schülerinnen der Oberstufen arbeiten in kleinen Gruppen und durchlaufen im Verlauf des Tages mehrere Stationen, an denen Sie innerhalb der Gruppe jeder jedem eine spezielle Brille anpassen und Rückmeldung geben müssen. Jede Station ist vorbereitet mit einem konkreten Arbeitsauftrag, den benötigten Messgeräten und ergänzender Fachliteratur. Die Arbeit und die Messergebnisse müssen dokumentiert und anschließend beurteilt werden.

Ein besonderes Ziel dieses Tages liegt darin, verschiedene Vorgehensweisen und Geräte kennen zu lernen, Fehlerquellen zu erkennen und die verschiedenen Messverfahren zu bewerten. Dabei können auch die Arbeitstechniken und Messtools ausprobiert werde, die im eigenen Ausbildungsbetrieb nicht angewendet werden. Der Einsatz neuer Medien ist für die Auszubildenden hierbei von besonderem Interesse.

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Projekt „Gleitsichtgläser“

Projekt „Gleitsichtgläser“


Auf dem Markt gibt es immer mehr Gleitsichtgläser verschiedener Typen. Ziele des Tagesprojektes sind es, den Schülerinnen und Schülern die Kompetenzen bei der Beratung, der Zentrierdatenermittlung, der Einweisung und der Fehlerbehandlung zu erweitern. Als Expertinnen/Experten kommen Vertreter(innen) der Glashersteller in die Schule, um die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.
Im ersten Block werden in Gruppen Fälle aus der Praxis analysiert. Hierbei arbeiten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen und machen Vorschläge, die anschließend im Plenum mit den Expertinnen/Experten diskutiert werden. Gemeinsam werden Verkaufsargumente gesammelt, bewertet und Alternativen vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einsatz von Mustern und Hilfsmitteln, die im Verkauf zur Verdeutlichung von Qualitätsunterschieden eingesetzt werden können.


Da die (individuellen) Gläser immer mehr Messwerte und eine perfekt angepasste Brillenfassung benötigen, passen sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig Fassungen an und ermitteln mit verschiedenen Hilfsmitteln die notwendigen Zentrierdaten. Die Expertinnen/Experten beobachten sie dabei und machen sich Notizen. Zum Ende des zweiten Blocks analysieren die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Expertinnen/Experten die Vorgehensweise. Fehler werden an exemplari-schen Beispielen verdeutlicht, deren Auswirkungen auf die Verträglichkeit der Gleitsichtgläser aufge-zeigt und Verbesserungsvorschläge gemacht.

„Wie gebe ich eine Gleitsichtbrille fachmännisch ab und weise kundengerecht ein?“ Diese zentrale Frage steht im Mittelpunkt des dritten Blocks. In den Kleingruppen bereiten die Schülerinnen und Schüler Rollenspiele vor, die anschließend vorgetragen und im Plenum besprochen werden. Die Ex-pertinnen/Experten geben hierbei (wertvolle) Tipps aus der Praxis.

Der Umgang mit Gleitsichtbrillen-Reklamationen steht im Mittelpunkt des letzten Blocks. Für eine(n) Lehrer(in) sind verschiedene Gleitsichtbrillen mit unterschiedlichen Fehlern angefertigt worden. In den Kleingruppen überlegen die Schülerinnen und Schüler, wie sie bei der Fehleranalyse vorgehen wollen, wenden diese dann an und suchen Lösungsmöglichkeiten. Im Plenum berichtet jede Gruppe über ihre Vorgehensweise, den gefundenen Fehler und die Lösungsmöglichkeiten des Problems. Die Expertinnen/Experten geben in dieser Phase noch wichtige Hinweise aus ihrer Erfahrung mit den Betrieben.

Zum Ende des Tages beurteilen die Schülerinnen und Schüler das Projekt und geben den Expertinnen/Experten ein Feed-Back für weitere Projekte.

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Projekt „Sehbehinderte in der Gesellschaft“

Projekt „Sehbehinderte in der Gesellschaft“


Das im 1. Ausbildungsjahr stattfindende Projekt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, das Leben aus der Sicht eines Sehbehinderten bzw. Blinden zu erfahren und wahrzunehmen. In Zusammenarbeit mit Stefan Felix – Sehbehindertenbeauftragter der Fortuna Düsseldorf – werden die theoretisch vermittelten Inhalte in praktische Erfahrungen umgewandelt. Im ersten Block erfolgt in Kleingruppen die selbständige Erarbeitung der Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten ausgewählter Augenkrankheiten, die anschließend im Plenum präsentiert werden.


Die Simulation jener Augenerkrankungen erfolgt im zweiten Block des Projektes. Hierzu erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ein Fußballspiel der Fortuna Düsseldorf zu besuchen, bei dem sie unter Zuhilfenahme spezieller Simulationsbrillen das „Erlebnis Fußball“ aus der Sicht eines Sehbehinderten wahrnehmen. Den gemeinsamen Erfahrungsaustausch über den Besuch im Stadion komplettiert Stefan Felix mit seinen eigenen Lebenserfahrungen. Die Schilderungen über die Organisation seines beruflichen und privaten Familienalltags sensibilisieren die Auszubildenden und erweitern ihr Verständnis für Menschen mit einer Augenerkrankung. Durch die Entwicklung eines Pfades der Sinne werden die bisher gemachten Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler intensiviert.


Der dritte und letzte Block dieses Projektes fokussiert die Übertragung der Inhalte auf den beruflichen Alltag der Auszubildenden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Erfahrungsaustausch mit Stefan Felix Tipps und Anregungen für die Beratung von Blinden und Sehbehinderten im Ladenlokal. In diesem Zusammenhang werden ihnen Hilfestellungen für das Kundengespräch mit den betroffenen Personenkreisen vermittelt. Darüber hinaus erhalten sie einen ersten Einblick über den Bereich der vergrößernden Sehhilfen.

Ein tolles Video zum Projekt 2015 können Sie sich hier ansehen.

Auch die DOZ Optometrie & Fashion berichtete bereits mehrmals über unser Projekt:

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