Fahrzeuglackiererin/ Fahrzeuglackierer

Fahrzeuglackiererin/ Fahrzeuglackierer

Am Albrecht-Dürer-Berufskolleg werden in der Fachgruppe „Fahrzeuglackierer“ Auszubildende, die den Beruf des Fahrzeuglackierers erlernen, mit den theoretischen Kenntnissen ihres Berufes vertraut gemacht.

Diese theoretische Ausbildung dauert drei Jahre und endet wie die praktische Ausbildung in den Betrieben des Handwerks und der Industrie mit der Abschlussprüfung der jeweiligen Kammern.

Die Fahrzeuglackiererin/der Fahrzeuglackierer

Das Arbeitsgebiet des Fahrzeuglackierers gehörte bis vor fast einem Jahrhundert noch zum Malerhandwerk. Erst durch die industrielle Entwicklung und vor allem den technischen Fortschritt in der Automobilindustrie und durch neue Erfindungen sowohl im Materialsektor als auch im Werkzeugbereich entstand der Beruf des Fahrzeuglackierers.

Fahrzeuglackierer schützen zum einen die Karosserien vor Korrosion, zum anderen geben die Lackspezialisten Fahrzeugen aller Art – vom Sportwagen über die Luxuslimousine bis zum Truck – das attraktive Aussehen.

Sollen Karosserien nicht nur geschützt, sondern auch ein attraktives Aussehen erhalten oder an Geschäftsfahrzeugen die Werbeflächen gestaltet werden, so muss dem Unterricht in Gestaltung ein entsprechend breiter Raum zur Verfügung stehen.

… die Ausbildung

In der berufsbildenden Schule werden Kenntnisse im Bereich der Werkstoffkunde, Handhabung und Wartung von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen sowie auf dem Gebiet der Beschichtungsverfahren vermittelt.

Im Gestaltungsunterricht werden den Schülern Kenntnisse über Farbharmonien und Flächengestaltung sowie die Konstruktionsgrundlagen zur Anwendung von Schrifttypen nahegebracht und Möglichkeiten zur Übung geboten. Der Unterricht vermittelt nicht nur Fachwissen in den einzelnen, berufsbezogenen und allgemeinbildenden Fächern, sondern auch Methoden- und Sozialkompetenz, sodass Auszubildende befähigt werden, Aufgabenstellungen und Lösungen selbständig zu erarbeiten.

Neue Organisationsmodelle wie Projektunterricht und fächerübergreifender Unterricht ermöglichen handlungsorientiertes Lernen.

Gliederung der Berufsausbildung

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Duale Ausbildung: Praktische Unterweisung in den Betrieben des Handwerks und der Industrie und Berufsschulunterricht
  • überbetriebliche Lehrgänge: in allen Ausbildungsjahren
  • Zwischenprüfung: sowie
  • Abschlussprüfung: vor dem Prüfungsausschuss der jeweiligen Kammer (Industrie bzw. Handwerk)

 

die neue Ausbildung

… die neue Ausbildung

Neue Anforderungen erfordern einen neuen Beruf

Ein neuer Ausbildungsberuf im farbigen Spektrum des Maler- und Lackiererhandwerks besteht seit dem neuen Ausbildungsjahr 2003/2004: der Fahrzeuglackierer.

Was bisher als Ausbildungsgang im Schwerpunkt beim Maler und Lackierer erfolgte, ist nunmehr ein eigenständiger Ausbildungsberuf. Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre.

Im 1. Lehrjahr besteht eine identische, gemeinsame berufliche Grundbildung mit den gleichen Inhalten wie die Maler und Lackierer. Danach folgt die 2-jährige Fachbildung zum Fahrzeuglackierer/-in. Die Ausbildung schließt mit dem Gesellenbrief ab.

Die Anforderungen der Lackierbetriebe sind gestiegen und das Spektrum des Berufsfeldes wurde erweitert. Die große Anzahl der verschiedenen Lackmaterialien muss erkannt werden, unterschiedliche Lackiertechniken sind anzuwenden, einschließlich der Anwendung moderner Mess- und Farbmischgeräte sowie der Lackpflege zum Werterhalt von Kraftfahrzeugen und die Anforderungen hinsichtlich des Lackaufbaus und der Oberflächenanmutung der Fahrzeuglackierung, die Kontrolle hinsichtlich der Umweltverträglichkeit. Dazu gehören die Durchführung von Karosseriearbeiten, das Beraten und die Kommunikation mit Kunden sowie der Umgang mit der EDV und dem Internet zur Reparatur-Informationsrecherche. Als Eingangsniveau für Bewerber im neuen Ausbildungsberuf ist mindestens ein Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss erforderlich.

… das können die zukünftigen Fahrzeuglackierer/innen nach der 3-jährigen Ausbildung:

  • Prüfen und bewerten von Untergründen,
  • Mischen von Farben und Farbtönen,
  • Beschichten, behandeln und gestalten von Oberflächen,
  • Herstellen von Beschriftungen, Design und Effektlackierungen,
  • Durchführen von Karosseriereparaturen,
  • De- und montieren von Fahrzeugbauteilen,
  • Verglasungen an Fahrzeugen,
  • Prüfen von Fahrzeugelektrik auf Funktion,
  • Bewerten von Arbeitsergebnissen und anwenden von qualitätssichernden Maßnahmen.
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